Jotunspor im Wild Thing Adventskalender

Zurück zum Black Metal: Tor Nr. 16 mit Jotunspor

Jotunspor ist ein interessantes Projekt was ich als ewiger Fanboy von bestimmten Musikern entdeckt habe. Auf der Suche nach Bands und Projekten wo King ov Hell von inzwischen Ex-Gorgoroth noch seine Finger drin hat, habe ich vor vielen Jahren das relativ frische Projekt Jotunsport von King und Kvitrafn, der heute mit Wardruna groß ist, entdeckt.
Der einzige Release ist das Album „Gleipnirs Smeder“ von 2006. Der Sound ist schwierig greifbar und klingt immer wie aus weiter Ferne. Die ganze Produktion wirkt dabei auch etwas unterproduziert und hölzern, was in der Kombi aber eine irrsinnige Atmosphäre mit sich bringt. Zusätzlich werden hier keine klassischen Songstrukturen verwendet.
Das ganze Album kommt in seiner Gesamtheit eher wie eine große extreme Beschwörung daher.

Songempfehlung: Jotunspor – Gleipnirs Smeder

Die Aussage, dass es hier kaum klassische Songstrukturen gibt, muss ich sofort schon wieder etwas relativieren. Der Titeltrack ist mit Abstand der zugänglichste Song des Albums und lebt von seiner Beständigkeit. Mit seiner Länge von über sechs Minuten gibt es jedoch kein Riffgewitter. In bester Endstille-Art wird die Monotonie großgeschrieben und der Song transportiert eher eine lange und intensive Reihe von verstörenden Emotionen. „Gleipnirs Smeder“ wirkt dabei aber nicht langweilig oder zieht sich ins endlose. In den richtigen Momenten wird die Monotonie durchbrochen und der Song bietet eine neue Facette der Düsternis an.
Als ich das Album damals entdeckte kam ich über genau diesen Song zu Jotunspor. Meine Hoffnung damals war, dass alle Songs in diese Richtung gehen würden. Lange wusste ich dadurch das ganze Album nicht zu schätzen. Dies kam erst in den letzten Jahren durch.
Der Titeltrack bleibt aber das Highlight.

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